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Kränkelnder iranischer Revolutionsführer: Ajatollah Khamenei operiert

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Kränkelnder iranischer Revolutionsführer: Ajatollah Khamenei operiert

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Es war ein selten gewährter Einblick hinter die Kulissen der iranischen Elite. Das iranische Staatsfernsehen hat am Montag über eine Prostata-Operation des obersten geistlichen und politischen Führers des Iran berichtet, und zeigte Ajatollah Ali Khamenei dabei gebrechlich. Es gebe keinen Grund zur Sorge, so Khamenei, aber das bedeute nicht, dass er keine Gebete benötige.

Der 75-Jährige habe die Operation gut überstanden, so Dr. Ali Reza Marandi, der Chef des Ärzteteams anschließend. Der Eingriff sei innerhalb einer halben Stunde vollzogen gewesen: “Patienten brauchen nach dieser Operation normalerweise etwa fünf Tage Ruhe. Bei ihm wird das voraussichtlich nicht anders sein. Nach seiner Entlassung sollte er, wie alle anderen auch, seine Arbeitsbelastung reduzieren.”

Der Gesundheitszustand Khameneis hat politische Bedeutung: Als sogenannter Revolutionsführer gibt er die Ausrichtung des Landes vor, seit 1989 hat er in praktisch allen religiösen, politischen und militärischen Fragen des Iran das letzte Wort.

Beobachter erwarten nach einem Ableben Khameneis einen Machtkampf der gemäßigten und konservativen Fraktionen bei der Ernennung eines Nachfolgers durch den Expertenrat.