Eilmeldung

Eilmeldung

Krebskranker Ashya: Hoffnung auf neue Therapie

Sie lesen gerade:

Krebskranker Ashya: Hoffnung auf neue Therapie

Schriftgrösse Aa Aa

Es war eine regelrechte Irrfahrt, die die Familie King in den vergangenen knapp zwei Wochen zurückgelegt hat: Die Flucht aus Southhampton, auf die ein internationaler Haftbefehl erlassen wurde, die Festnahme im spanischen Málaga, schließlich die Ankunft in Prag.

Die Eltern wollten ihr Haus an der Costa del Sol verkaufen, um eine neue und kostspielige Behandlung ihres fünfjährigen krebskranken Sohnes zu finanzieren.

Da sie Ashya ohne die Erlaubnis der Ärzte außer Landes brachten, wurden die Eltern für einige Stunden festgenommen. Dann hob die britische Justiz den Haftbefehl auf. Vor der Presse erklärten die Eltern die Gründe ihrer Flucht: “Ich habe immer noch einen Kloß im Hals,” meinte der Vater. “Jetzt können wir hoffentlich mit unserem Sohn zusammen sein. Wir wollen ihn in dieser schlimmen Zeit unterstützen, weil er nur noch wenige Monate zu Leben hat.”

Nach tagelangem Abwägen sind die Behörden einverstanden, Ashya zur Behandlung in die Tschechische Republik ausreisen zu lassen. Die Krankenakte des erst Fünfjährigen ist bedrückend: Er hatte bereits zwei große chirurgische Eingriffe, durch die ein Gehirntumor verkleinert werden sollte – erfolglos. Das Kind kann nicht sprechen, es muss künstlich ernährt werden.
Eine neuartige Behandlungsmethode in der Tschechischen Republik, die es in Großbritannien nicht gibt, könnte eine Alternative sein. Die Chefin des Protonentherapie Zentrums in Prag erklärt, “durch die Protonentherapie kann das Risiko verringert werden, welches Bestrahlungen für den Körper darstellen. Wir behandeln gezielt den Tumor. Das Weichgewebe bleibt verschont. Der Protonenstrahl geht nicht durch den Körper durch. Die benötigte Dosis wird nur an den Tumor abgegeben.”

Die Kosten der Behandlung liegen bei mindestens 65.000 Euro. Ein Hoffnungsschimmer für die Familie King, die nun legal um das Überleben ihres Sohnes kämpfen kann.