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Nach "Entführung": Fünfjähriger britischer Krebspatient in Prager Spezialklinik

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Nach "Entführung": Fünfjähriger britischer Krebspatient in Prager Spezialklinik

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Seine britischen Eltern hoffen auf Heilung in der Tschechischen Republik. Der
fünfjährigen Ashya ist in einem Krebstherapiezentrum in Prag eingetroffen, eingeflogen aus dem spanischen Malaga mit einem speziell eingerichteten Jet.

Weil das Ehepaar King ihren Sohn Ende August ohne ärztliche Erlaubnis aus der britischen Klinik geholt und außer Landes gebracht hatten, waren sie in Spanien kurzzeitig in Haft gekommen. Sie wollten dort eigenen Angaben zufolge ihre Ferienwohnung verkaufen, zur Finanzierung der gewünschten Therapie.

“Wir wollen einfach in Ruhe gelassen werden”, so der Vater in einem Youtube-Video. “Er ist sehr krank, und ich werde nicht nach England zurück kommen, wenn ich ihm dort nicht die Behandlung zukommen lassen kann, die ich will.”

In Prag wollen die Kings ihren Sohn nun mit Protonenbestrahlung behandeln lassen, die zwar präziser und schonender, aber auch weit teurer und aufwändiger als die herkömliche Röntgenbestrahlung ist.

Nach der operativen Entfernung eines Hirntumors Ende Juli war der kleine Patient deutlich geschwächt, bei der Frage zur weiteren Behandlung gab es dann Meinungsunterschiede zwischen den Eltern und Ärzten der Klinik in Southampton.

Ihren europäischen Haftbefehl wegen Vernachlässigung elterlicher Fürsorgepflichten hat die britische Polizei inzwischen aber fallen gelassen.