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3D-Drucker: Von Raupen lernen

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3D-Drucker: Von Raupen lernen

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Der Markt für sogenannte 3D-Drucker kommt mit großen Schritten voran. Die Art, wie wir Dinge produzieren, könnte sich dadurch deutlich ändern. Eine Ausstellung in London zeigt, wie diese Technik in verschiedenen Bereichen angewandt werden kann. Das britische Rennteam Strakka Racing zeigt einen mit dem 3D-Drucker hergestellten Rennwagen. Das Auto erreicht 321 km/h und verfügt über aerodynamische Komponenten, die ebenfalls aus dem 3D-Drucker kommen.

Dan Walmsley, Ingenieur bei Strakka Racing: “Häufig werden Prototypen schnell mit dem 3D-Drucker hergestellt. Die Herstellung wird so verkürzt. Nun haben wir aber echte Teile eines Rennwagens hergestellt, wir haben damit eine neue Richtung eingeschlagen. Die Materialien sind inzwischen so weit entwickelt, dass sie fest, stark und leicht genug sind, um als fertige Komponenten eines Rennwagens zu dienen.”

Die 3D-Drucktechnologie erlaubt es auch, Mode auf eine Art und Weise herzustellen, wie dies mit herkömmlichen Methoden nicht möglich wäre. Das Unternehmen Stratasys gehört zu den Firmen, die mit der neuen Technologie arbeiten.

Naomi Kaempfer von Stratasys erklärt: “Die Herstellung mit 3D-Druckern ist noch mitten in der Entwicklung. Wir warten etwa bei der Mode noch auf 3D-Produkte, die die gleiche Langlebigkeit und Stärke wie herkömmliche textile Fasern aufweisen. 3D-Drucken ist eine Additivtechnologie, und um Fasern stark zu machen, braucht man eine durchgängige Faser, die durch das Material geht.”

Innovation entsteht durch Imitation der Natur. Und so untersuchen Forscher, wie Seidenraupen ihre Kokons bauen. Die meisten 3D-Drucker arbeiten, indem sie eine Schicht auf die andere legen. Doch so geschickt wie einfache Raupen sind die Maschinen noch nicht.