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Durchsiebt und zerbrochen: Bericht bestätigt externe Ursache für Absturz von MH17

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Durchsiebt und zerbrochen: Bericht bestätigt externe Ursache für Absturz von MH17

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Fast zwei Monate nach dem Absturz von Flug MH 17 in der Ostukraine hat der niederländische Untersuchungsrat für Sicherheit (OVV) eine vorläufige Zusammenstellung seiner Erkenntnisse vorgelegt.

Die Ermittler konzentrieren sich darin auf die physischen Ursachen der Katastrophe. Demnach sei die Außenhaut des Jets in mehreren Bereichen von externen Objekten durchsiebt worden, woraufhin das Flugzeug auseinandergebrochen sei.

Unklar bleibt, um was für Objekte es sich handelt. “Das bedarf weiterer Untersuchungen”, so der Chef des Untersuchungsrats, Tjibbe Joustra. “Natürlich werden wir versuchen festzustellen, was das für Objekte sind. Es wurden einige Teile bei den Leichen gefunden, vor allem bei denen der Crew – einige Metallteile, die wir nun untersuchen.”

Auf die brisante Frage, wer für den Absturz verantwortlich sein könnte, gehen die Autoren nicht ein. Der Bericht enthält auch kaum etwas, das als Grundlage für Spekulationen dienen könnte.

Hier müsse die Aufklärung nun vorangetrieben werden, so der malaysische Transportminister, Liow Tiong Lai. “Es ist wichtig, dass wir dafür sorgen, dass die Absturzstelle unangetastet bleibt, und dass die Untersuchungen fortgeführt werden können. Ich rufe die internationale Gemeinschaft und alle Beteiligten des Ukrainekonfliktes auf, die Urheber dieses brutalen Akts der Aggression zu finden.”

In etwa einem Jahr will der niederländische Untersuchungsrat einen weiteren, umfangreicheren Bericht veröffentlichen. Die malaysische Regierung werde sich dafür einsetzen, dass den internationalen Ermittlern wieder Zugang zur von Separatisten kontrollierten Absturzstelle gewährt wird, so der Minister.

Die ersehnten Antworten fand in dem jetzt vorliegenden Papier nur Malaysia Airlines. Der Bericht entlastet die Fluggesellschaft, die wegen der MH17- und MH370-Katastrophen in kommerzielle Schwierigkeiten geraten ist: Hinweise auf technische Probleme am Flugzeug oder ein Fehlverhalten der Crew fanden die Ermittler nicht.