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Jemen - neue Nahrung für alte Konflikte

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Jemen - neue Nahrung für alte Konflikte

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Im Jemen ist die Auseinandersetzung zwischen aufständischen Huthi-Rebellen und der Armee eskaliert.
Soldaten hätten in der Hauptstadt Sanaa mit scharfer Munition auf Demonstranten geschossen, berichtete ein Huthi-nahe TV-Sender (Al-Maseera). Dabei seien mindestens vier Menschen getötet worden.
Seit drei Wochen protestieren Zehntausende Huthis in der Hauptstadt.

Der schiitische Volksstamm fordert den Rücktritt der sunnitisch dominierten Regierung und die Rücknahme von Einschnitten bei Subventionen für Benzin und Diesel. Mit Massenblockaden legen die
Demonstranten immer wieder den Verkehr in Sanaa lahm.

Am Sonntag hatten Sicherheitskräfte versucht, mit Tränengas, Wasserwerfern und Bulldozern eine Blockade der Zufahrtstraße zum Flughafen aufzulösen – erfolglos. In der Nacht zum Dienstag hätten Flugzeuge außerdem ein Waffenlager der Huthis in der nordjemenitischen Ortschaft Al-Harf bombardiert, meldete eine jemenitische Nachrichtenseite
(Al-Mashhad al-Yemeni).

1962 hatte eine Revolution im Nordjemen die über tausendjährige Herrschaft der zaiditischen Imame beendet. 2004 startete das der regierungskritische Geistliche Hussein Badreddin al-Houthi, Oberhaupt der schiitischen Zaiditengruppe, einen Aufstand gegen die jemenitische Regierung.

su mit dpa