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Koalition gegen IS geschmiedet

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Koalition gegen IS geschmiedet

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Eine breite Allianz soll die radikalen Dschihadisten im Irak aufhalten. Die Grundlage für die internationale Koalition hat der letzte NATO-Gipfel in Wales gelegt. Die USA wollen mit mehr als 40 Staaten zusammenarbeiten. Ziel ist es, dem Irak militärische Rückendeckung zu geben, den Zustrom ausländischer Terroristen zu stoppen und den finanziellen Nachschub zu kappen.

Obama sagte, “wir hatten bereits Alliierte, die sich uns im Irak angeschlossen haben, um die Terrormiliz Islamischer Staat zu stoppen. Wir haben unsere irakischen Partner ausgerüstet und ihnen geholfen, die Terrormiliz anzugreifen. Die NATO will für Sicherheit und humanitäre Unterstützung sorgen. Die Hauptverbündeten der NATO sind bereit, der terroristischen Bedrohung Militär, Polizei und diplomatische Anstrengungen entgegenzusetzen.”

Die USA wollen die Gebiete verringern, die die IS-Miliz kontrolliert. Der Plan sieht auch eine Unterstützung durch die Nachbarstaaten vor, vor allem des Irans. Wenn es zu keiner militärischen Zusammenarbeit zwischen Teheran und Washington kommt, will der Iran die irakischen Kurden unterstützen.

Das NATO-Mitglied Türkei leistet humanitäre Hilfe. Es nahm Tausende Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak auf. Fast 50 türkische Diplomaten wurden allerdings im Juni in Mossul gekidnappt. Auch die arabische Liga will die Koalition unterstützen, darauf einigten sich die Außenminister in Kairo. Ägypten bekräftigte an diesem Dienstag, politisch mit den USA zusammenzuarbeiten.

Doch im Gegensatz zum Irak-Krieg von 2003 wird Washington keine Bodentruppen im Irak stationieren, um die IS-Milizen zu bekämpfen. Der Einsatz gegen den “Islamischen Staat” könnte zwei bis drei Jahre dauern, räumte US-Außenminister John Kerry ein. An diesem Mittwoch will Obama den Amerikanern den Plan vorstellen, um letzte Bedenken aus dem Weg zu räumen. Die Rede an die Nation erfolgt einen Tag vor dem Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September.