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Montezemolo, Alonso, Botin: Ferrari hat's nicht leicht

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Montezemolo, Alonso, Botin: Ferrari hat's nicht leicht

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Eine Ära geht zu Ende. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo tritt zurück. 23 Jahre hatte er das Amt inne. Weil aber das Formel-1-Team des Hauses keine Erfolge einfährt und vor allem weil sich Montezemolo mit Sergio Marchionne, dem Chef der Ferrari-Mutter Fiat, stritt, muss er nun am 23. Oktober seinen Hut nehmen. Bei dem Streit ging es um die Strategie von Fiat und die künftige Rolle Ferraris.

Der Rennstall hat es ohnehin gerade nicht leicht. Zuletzt bliebt Ferrari-Pilot Fernando Alonso ausgerechnet beim Heimrennen in Monza mit einem Motorschaden liegen.

Den Präsidentenposten bei Ferrari wird nun Marchionne selbst übernehmen. Der bescheinigte Montezemolo zwar wirtschaftlichen Erfolg, verlangte aber auch bessere Ergebnisse im Sport. Marchionne will Ferrari zudem innerhalb des Fiat-Konzerns aufwerten und das Unternehmen so vor allem gegenüber dem Marktführer Volkswagen konkurrenzfähiger machen. Zu Volkswagen gehört unter anderem der Ferrari-Konkurrent Lamborghini. Di Montezemolo bestand auf der Exklusivität der Marke.

Nun traf ein weiterer Schock die Scuderia und speziell deren Fahrer Alonso. Der Chef der spanischen Bank Santander, Emilio Botin, ist mit 79 Jahren gestorben. Er war ein großerer Förderer Alonsos und des Ferrari-Rennstalls.

Ferrari hat seit Jahren keinen Sieg mehr eingefahren. In der Konstrukteurswertung rutschte Ferrari nach Alonsos Aus in Monza auf Platz vier ab. Und Alonso ist in der Fahrerwertung auf dem fünften Platz, er hat 117 Punkte weniger als WM-Spitzenreiter Nico Rosberg von Mercedes.