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Pistorius-Urteil: Richterin schließt vorsätzlichen Mord aus

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Pistorius-Urteil: Richterin schließt vorsätzlichen Mord aus

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In Pretoria hat die Urteilsverkündung im Mordprozess gegen den Paralympics-Sportler Oscar Pistorius begonnen. Wann das genaue Strafmaß bekannt gegeben wird, ist noch unklar.

Richterin Thokozile Mazipa sagte in ihrer Urteilsverkündung bereits, dass es sich nicht um vorsätzlichen Mord handele. Sie schloss ein Verbrechen aus Leidenschaft aus. Das könnte darauf hindeuten, dass Pistorius mit maximal 15 Jahren Gefängnis rechnen muss. Aber auch eine Bewährungsstrafe ist möglich. Die Verteidigung plädiert auf Freispruch.

Am Tathergang bestehen für die Richterin keine Zweifel: “In den frühen Morgenstunden des 14. Februar 2013 erschoss und tötete der Angeklagte Steenkamp. Zur Zeit, als die Schüsse fielen, befand sich das Opfer in der verschlossenen Toilette,” fasste Masipa zusammen.

Pistorius begründete, er habe seine Freundin versehentlich für einen Einbrecher gehalten und sprach von einem Fehler.

Der Prozess hat vor sechs Monaten begonnen. Wird Pistorius zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, wird er wahrscheinlich in Pretoria inhaftiert, da er dort seinen Wohnsitz hat.

Vor dem Gerichtssaal kamen Dutzende Demonstranten und Aktivisten für Frauenrechte zusammen, um eine hohe Gefängnisstrafe für Pistorius zu fordern.