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US-Luftangriffe auf IS in Syrien: Irak ist dafür, Russland dagegen

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US-Luftangriffe auf IS in Syrien: Irak ist dafür, Russland dagegen

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Die Ankündigung Barack Obamas, US-Luftangriffe auf IS-Milizen in Syrien auszuweiten, hat international sowohl Beifall als auch Kritik ausgelöst.

Ein Sprecher des russischen Außenministeriums kritisierte solche Luftangriffe ohne UN-Mandat oder die Erlaubnis der Regierung in Damaskus als aggressiven Akt und Bruch internationalen Rechts.

Auf den Straßen Bagdads ist das Echo überwiegend positiv: “Solche Aussagen helfen dem Irak aus der Krise und dabei, die Ketzer loszuwerden, die die Sicherheit und Wirtschaft im Irak zerstört haben”, so ein Passant. Ein anderer sagte: “Wir sind für diese Maßnahmen, weil der IS eine Terrororganisation ist und sich die ganze Welt davor fürchtet. Wir werden die Terroristen bekämpfen, und sie aus dem Irak werfen. Der IS ist eine ernste Bedrohung nicht nur für den Irak, sondern für die Welt.”

Auch die kurdische Führung begrüße eine Ausweitung des US-amerikanischen Engagements, so ein Sprecher der kurdischen Regionalregierung in Erbil: “Es war wichtig, dass die internationale Gemeinschaft und die großen Mächte sich der kurdischen Bevölkerung und Regierung annehmen und Kurdistan militärisch und humanitär unterstützen.”

Gegenwind kommt jedoch auch aus dem Iran – der noch vor Kurzem als Partner im Gespräch war – unter anderem, weil das entstehende Bündnis die gemäßigte syrische Opposition stärken will, so eine Erklärung der Regierung in Teheran. Auch würden amerikanische Bomben wenig gegen die Ursachen des Extremismus ausrichten.

“Wenn es um den Kampf gegen eine Gruppe wie den IS geht, wird der Iran nie Teil eines amerikanischen Bündnisses sein – einfach weil die Iraner glauben, dass den Amerikanern das Anliegen nicht ernst genug ist”, meint deshalb der politische Analyst und Zeitungs-Chefredakteur Mosayyeb Naimi.