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Deutsche Telekom testet "alles aus einer Hand" in Rumänien


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Deutsche Telekom testet "alles aus einer Hand" in Rumänien

Rumänien sieht rosarot. Genauer gesagt: Magenta – „Deutsche Telekom Magenta“. Die beiden rumänischen Telekom-Unternehmen Romtelecom und Cosmote Romania firmieren künftig unter “Telekom Romania”. Das neue Unternehmen gehört mehrheitlich dem griechischen OTE-Konzern, die Deutsche Telekom ist mit 40 Prozent beteiligt – an der Farbgestaltung zu 100 Prozent.

Rumäniens Ministerpräsident Victor Ponta findet:

“Rumänien ist steuerlich sehr wettbewerbsfähig. Wir haben immer noch einen Einheits-Steuersatz von 16 Prozent für Unternehmensgewinne, Einkommen aus selbstständiger Arbeit und für die Mehrwertsteuer. Wir hatten sehr hohe Steuern auf den Faktor Arbeit – hier soll ein neues Gesetz abhelfen.”

Die Deutsche Telekom, hervorgegangen aus der staatlichen Deutschen Bundespost, ist in rund 50 Ländern vertreten. Im Geschäftsjahr 2013 hat das Unternehmen mit weltweit rund 230.000 Mitarbeitern 60,1 Milliarden Euro umgesetzt – mehr als die Hälfte außerhalb Deutschlands.

Claudia Nemat, Vorstandsmitglied Europa und Technik der Deutschen Telekom:

“Wir sind wirklich sehr glücklich, Rumänien in der “ T “-Familie begrüßen. Es ist ja – nach Deutschland und Polen – nach Bevölkerung der drittgrößte Markt in Europa.”

Insider vermuten dahinter die Generalprobe für die Zeit nach einem Verkauf der amerikanischen Tochter T-Mobile US. Die Idee: Alle Telekom-Dienste – Festnetz- und Internet-Anschluss, Internet-TV und Mobilfunk – aus einer Hand, mit so einfachen Tarifen wie möglich.

Nikolai Beckers, Chef von Telekom Romania:

“Wir denken seit ein paar Jahren darüber nach, es war ein sehr komplexer Prozess und am Ende des Tages muss alles stimmen – der Zeitpunkt, die Technik und so weiter.”

Es sei nur eine Frage der Zeit, bis sich die Deutsche Telekom ganz auf Europa konzentriert, so Analyst Holger Steffen in Münster (Aktien-Global.de). Die aktuelle Offensive dürfte den Auftakt für eine Expansion nach diesem Schema in ganz Europa darstellen.

Andrea Hajagos – euronews, Bukarest:

“Die Dinge ändern sich schnell in Bukarest. Als ich hier ankam, hieß der Laden noch Romtelecom. Jetzt sieht man nur noch Magenta.”

su

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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