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Die USA im Irak: Krieg oder kein Krieg?

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Die USA im Irak: Krieg oder kein Krieg?

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Die USA wollen ihre Luftangriffe im Irak ausweiten: Aggressiver sollen sie werden, teilt das Verteidigungsministerium mit, und offensiver.

Außerdem stehen demnach schon bald die ersten Angriffe auf syrischem Boden bevor, wo die islamistischen Aufständischen vom “Islamischen Staat” ebenfalls Teile des Landes beherrschen.

Außerdem schicken die USA inzwischen immer mehr Soldaten in den Irak – wenn auch nach wie vor lediglich Hunderte und nicht die Zehntausende aus früheren Zeiten.

Heißt all das jetzt aber Krieg? Gerade noch hat der Außenminister gesagt, Krieg sei für den Irakeinsatz das falsche Wort.

Einen Tag später ist es nun das richtige Wort: Gegen die islamistischen Aufständischen im Irak und in Syrien führe man Krieg, sagt ein Sprecher des Präsidenten; ebenso wie man Krieg führe gegen Al-Kaida und deren Verbündete.

Das gelte nicht nur für die USA, sondern auch für das gerade verkündete breitere Bündnis.

Einen Krieg kann in den USA auch sowieso nur der Kongress erklären, es geht also lediglich um eine politische Wortwahl.

Was das erwähnte Bündnis angeht, wollen zehn arabische Länder die USA im Kampf gegen die Islamisten unterstützen – wie, ist weitgehend unbekannt.

Der Außenminister zeigt sich zuversichtlich, dass es insgesamt ein breites Bündnis geben werde – mit Arabern, Europäern und anderen.

Nicht dabeihaben will John Kerry ein wichtiges Land in der Region, nämlich Iran – zumindest erst einmal, was die Irakkonferenz Montag in Paris angeht.

Dabei verwies er jedoch auf die französischen Gastgeber, deren Sache die Einladungen seien.

Eine iranische Teilnahme an dem Treffen sei aus einer ganzen Reihe von Gründen unpassend, sagte Kerry.

Als ein Beispiel nannte er iranische Soldaten, die in Syrien auf Seiten der Regierung kämpfen würden.

Zu einer generellen Rolle Irans in dem Bündnis gegen die Islamisten wollte sich Kerry nicht äußern.