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Parlamentswahl in Schweden: Bürgerliche und Sozialdemokraten kämpfen um die Macht

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Parlamentswahl in Schweden: Bürgerliche und Sozialdemokraten kämpfen um die Macht

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Schweden wählt am Sonntag ein neues Parlament. Den Umfragen zufolge wird es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der bürgerlichen Partei (Moderata samlingspartiet) von Regierungschef Fredrik Reinfeldt und den Sozialdemokraten (Socialdemokraterna).

Reinfeldt ist seit acht Jahren im Amt, sein Herausforderer Stefan Löfven prangert die Privatisierungen an, mit denen die Bürgerlichen das Land veränderten. Darunter leiden vor allem das Bildungssystem und der Gesundheitssektor, meinen die Sozialdemokraten. Schweden hat eine Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent, 2007 waren es noch rund sechs Prozent. Zugleich ist unter den Bürgerlichen aber auch die Zahl der Beschäftigten gestiegen, zudem wurden Steuern gesenkt.

“Das größte Wahlkampfthema war, wem die Leute am meisten vertrauen. Wem traut man zu, das Land zu führen, denn der Unterschied zwischen den Programmen ist nicht sehr groß. Es geht mehr darum, welchen Kandidaten man bevorzugt”, meint der politische Beobachter Stig-Björn Ljunggren.

Umfragen sehen die rechtsgerichteten Schwedendemokraten (Sverigedemokraterna) als drittstärkste Kraft des Landes. Der Vorsitzende Jimmie Åkesson spricht von einer “zu toleranten Einwanderungspolitik” und schürt Angst vor Migranten und dem Islam. Bei der Wahl zum Europaparlament erreichten die Schwedendemokraten neun Prozent.