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Zweiter russischer Hilfskonvoi im Donbass eingetroffen

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Zweiter russischer Hilfskonvoi im Donbass eingetroffen

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Ein zweiter russischer Hilfskonvoi ist in der Ostukraine eingetroffen. Die ersten Lastwagen kamen in der Separatistenhochburg Luhansk an. Die Kolonne von rund 200 Fahrzeugen hatte in der Nacht bei der russischen Ortschaft Donezk die Grenze passiert. Zur Ladung gehören demnach Medikamente, Lebensmittel und Stromgeneratoren – alles in allem rund 2000 Tonnen Hilfsgüter. Nach Moskauer Angaben überquerte der Konvoi die Grenze ohne Zustimmung der ukrainischen Behörden. Die humanitäre Lage im Krisengebiet habe kein weiteres Warten zugelassen, hieß es.

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk forderte die EU auf, im Konflikt mit Russland zu vermitteln.

“Wir sind nicht stark genug für bilaterale Gespräche mit Russland. Sie werden uns übertrumpfen, davon gehen sie aus, das wollen sie. Putin will einen weiteren eingefrorenen Konflikt und die Hand in unserem Speck haben”, meint Jazenjuk auf dem Jalta-Forum in Kiew.

Zur Unterstützung der Ukraine waren am Freitag weitere Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland in Kraft getreten. Gleichzeitig kündigte die EU aber an, das von Moskau kritisierte Freihandelsabkommen zwischen der EU und Ukraine später in Kraft treten zu lassen als geplant.