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Brüssel und Berlin: Gegen Antisemitismus

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Brüssel und Berlin: Gegen Antisemitismus

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Fast vier Monate nach dem Anschlag ist in Brüssel das Jüdische Museum wiedereröffnet worden. Der mutmaßliche Todesschütze war kurz nach der Tat in Frankreich verhaftet worden.

Zu den Gästen der Wiedereröffnung gehörte der belgische Ministerpräsident Elio Di Rupo.

Das Museum steht künftig unter Polizeischutz. Joël Rubinfeld, der Vorsitzende der belgischen Organisation gegen Anitsemitismus, setzt aber auf Aufklärung.

“Das, was man kennt, bekämpft man nicht. Deshalb ist es wichtig, dass ein Museum diese Botschaft senden kann, dass es bilden und erklären kann, was die jüdische Kultur ist”, sagte Rubinfeld.

In Gedenken an die vier Opfer des Anschlages vom 24. Mai wurde eine Tafel am Eingang angebracht.

“Die Wiedereröffnung des Museums war möglich, nachdem der Staatsanwalt die Garantie erhalten hatte, dass dadurch die Rekonstruktion der Tat nicht gefährdet wird, die bald im Rahmen der Ermittlungen durchgeführt werden soll”, so euronews-Reporterin Isabel Marques da Silva in Brüssel.

In Berlin nahmen Tausende – darunter der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck und Kanzlerin Angela Merkel – an einer Veranstaltung gegen Antisemitismus teil. Aufgerufen hatte der Zentralrat der Juden in Deutschland unter dem Motto: “Steh auf! Nie wieder Judenhass!”. Merkel betonte in ihrer Rede: “Jüdisches Leben gehört zu uns. Es ist Teil unserer Identität und Kultur.”