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Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

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Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

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Allein in den vergangenen zwei Tagen haben sich im Mittelmeer fünf Schiffsunglücke ereignet. Vor der Küste Maltas werden 600 Flüchtlinge vermisst. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration waren vor allem Syrer, Palästinenser, Ägypter und Sudanesen an Bord. Die einzigen beiden Überlebenden berichteten von schrecklichen Szenen, erklärte Simona Moscarelli, Mitarbeiterin der Organisation: “Die Schmuggler forderten die Insassen dazu auf, in ein anderes Schiff umzusteigen, aber die Flüchtlinge weigerten sich, weil es zu gefährlich war und das andere Boot zu klein. Dann kam es zu einer Auseinandersetzung und die Schlepper legten bewusst den Rückwärtsgang ein und rammten das Boot mit den Flüchtlingen an Bord. Dieses kenterte und sank.”

Ein weiteres Unglück ereignete sich vor der Küste Libyens. Dort kenterte ein Boot mit rund 250 Menschen an Bord. 36 Flüchtlinge konnten nach libyschen Angaben gerettet werden. Die Vereinten Nationen warnen: Immer mehr Flüchtlinge sterben bei Schiffsunglücken. Allein seit Jahresbeginn sollen rund 2.500 Menschen ertrunken sein.