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Honig, ein ganz besonderes Antibiotikum

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Honig, ein ganz besonderes Antibiotikum

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Schwedische Forscher haben sich im Rahmen einer Studie an Pferden mit der heilenden Wirkung von Honig befasst. Die Tiere litten an chronischen Hauterkrankungen, die mit einer ganz besonderen Mixtur aus Honig, Zucker, Wasser und Milchsäuerbakterien aus dem Honigmagen der Bienen kuriert werden konnten.

Honig ist als natürliches Antibiotikum seit Jahrtausenden bekannt. Das Forscherteam unter der Leitung von Alejandra Vasquez und Tobias Olofsson konzentrierte sich auf die im Honigmagen der Bine produzierten Milchsäurebakterien und konnte 13 verschiedene Typen identifizieren, ein wahres Abwehrstoffarsenal, das im Labor erfolgreich Krankheitserreger besiegte.

Alejandra Vasquez: “Die lebendigen Bakterien sind das Schlüsselelement. Wir bringen ein uraltes Heilmittel auf den modernsten Stand, um es in einer standardisierten Anwendungsform herzustellen, zum Beispiel eine Mischung aus Honig mit hoher Bakterienkonzentration.”

Die Wissenschaftler sind der Ansicht, dass ihre Testergebnisse einen Beitrag zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenz leisten könnten. Die Testreihe wurde an zehn Pferden durchgeführt, die an einer chronischen Hautentzündung litten.

Alejandra Vasquez: “Die Heilung dauerte zwischen acht Tagen und drei Wochen, aber letztlich wurden alle chronischen Verletzungen geheilt. Wir gingen davon aus, dass unsere Entdeckung eine mögliche Alternative zu Antibiotika darstellt. Aber mit derart guten Ergebnissen hatten wir nicht gerechnet.”

Die nächste Stufe sind Testreihen an Menschen mit chronischen Entzündungen oder schlecht heilenden Wunden. Mit den Milchsäurebakterien, sagen die Forscher, ließe sich auch die Widerstandskraft von Bienen stärken, um dem Bienensterben entgegenzuwirken.