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Konferenz gegen den IS: Arabische und westliche Staaten beraten in Paris

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Konferenz gegen den IS: Arabische und westliche Staaten beraten in Paris

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Auf Einladung Frankreichs wollen am Montag die Vertreter von rund 20 westlichen und arabischen Staaten in Paris gemeinsam mit irakischen Abgesandten über die Bedrohung durch den “Islamischen Staat” beraten.

Mehrere arabische Staaten hätten dem Irak und den USA inzwischen vertraulich eigene Luftschläge gegen den IS angeboten, so heißt es aus US-Regierungskreisen. Von westlicher Seite hat bisher nur Frankreich öffentlich eine Beteiligung an Einsätzen ins Spiel gebracht.

Der britische Premier David Cameron hielt sich damit auch nach einer Sondersitzung am Sonntag zur Ermordung eines Briten durch den IS zurück.

“Britische Tornado-Jets und Überwachungsflugzeuge helfen bei Aufklärung und Logistik. Es geht hier nicht um britische Kampftruppen im Krisengebiet, sondern darum, anderen zu helfen, diese terroristische Bedrohung zu eliminieren”, sagte Cameron.

Die regierungsinternen Rufe nach einer britischen Beteiligung an Luftschlägen sind nach der erneut per Video verbreiteten Exekution aber deutlich lauter geworden.

Der Bruder des ermordeten David Haines, dem 44-jährigen Mitarbeiter einer Hilfsorganisation in Syrien, wandte sich unterdessen selbst per Video an die Öffentlichkeit.

“Der muslimische Glaube ist nicht Schuld am IS, es ist auch nicht die Schuld von Menschen mit Abstammung aus dem Nahen Osten”, so Bruder Mike Haines. “Der IS ist extrem gefährlich und stellt eine Bedrohung für alle Nationen, alle Religionen dar. […] Radikalisierung ist die größte Bedrohung der Sicherheit eines jeden Menschen auf dieser Welt.”

Nach der Konferenz in Paris am Montag werden sich am Freitag auch der UN-Sicherheitsrat und Ende September die UN-Vollversammlung mit dem IS im Irak und Syrien beschäftigen.