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OECD findet Euro-Konjunktur "enttäuschend"

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OECD findet Euro-Konjunktur "enttäuschend"

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Die Industrie-Staatengruppe OECD blickt deutlich skeptischer als bisher auf die Konjunktur in Deutschland, der Euro-Zone und in den USA. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung findet die Erholung im Euroraum bisher “enttäuschend”. Die Europäische Zentralbank sollte die Konjunktur im Euro-Raum noch stärker als bisher anschieben, hieß es im aktualisierten Konjunkturbericht – jenseits des extrem niedrigen Leitzinses wäre das zum Beispiel der Kauf von Wertpapieren im großen Stil („Quantitative Lockerung“).

Deutschland kann 2014/15 von je 1,5 Prozent mehr Wirtschaftskraft ausgehen, OECD-Prognose bisher: 1,9 Prozent in diesem Jahr und 2,1 Prozent im nächsten Jahr. Frankreich bleibt schwächer – mit 1,0 Prozent im kommenden Jahr (2014: +0,4). Die Eurozone insgesamt kommt danach 2015 auf plus 1,1 Prozent (2014: +0,8 Prozent).

Die globalen Wachstumszentren liegen weiter fern von Europa und den USA. In China rechnet die OECD zwar mit einer etwas schwächeren Konjunktur, aber immerhin mit 7,3 Prozent Wachstum im kommenden Jahr (2014: +7,4). Für Indien sieht die Statistik 2015 5,9 Prozent plus (2014: +5,7 Prozent).

Für die USA rechnet die OECD 2015 mit 3,1 Prozent mehr Wirtschaftsleistung (2014: +2,1 Prozent). Auch Großbritannien kann auf 2,8 Prozent Wachstum hoffen (2014: +3,1 Prozent).

Neben Konjunkturgefahren aus dem Euroraum nennt die OECD zusätzliche Wachstumsrisiken, etwa die zahlreichen Konfliktherde wie in der Ostukraine oder im Nahen- und Mittleren Osten.

su mit dpa, Reuters