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Nur wenige Überlebende bei Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

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Nur wenige Überlebende bei Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

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Nach der Flüchtlingstragödie im Mittelmeer sind zehn Überlebende gerettet worden. Das teilte die Internationale Organisation für Migration IOM in Genf mit.
Unter ihnen waren drei Palästinenser, ein Ägypter, eine Syrerin und ein drei Jahre altes Mädchen. Sie wurden mit einem Helikopter nach Kreta gebracht.
Auf dem Boot befanden sich mehr als 500 Migranten. Bisher konnten nur drei Leichen geborgen werden.

Auf dem Boot soll sich vor der Küste Maltas ein Drama abgespielt werden. Die Überlebenden berichteten, das Schiff sei von Menschenschmugglern versenkt worden, nachdem sich die Flüchtlinge geweigert hätten, auf hoher See in ein anderes Schiff umzusteigen.

Ein weiteres Unglück hatte sich am Wochenende zudem vor der Küste Libyens ereignet. Ein Boot mit rund 250 afrikanischen Flüchtlingen an Bord kenterte. 36 Migranten konnten nach libyschen Angaben gerettet werden.

Allein in der vergangenen Woche sind laut IOM 700 Menschen bei Schiffsunglücken im Mittelmeer ertrunken. Damit steigt die Opferzahl auf über 3.000 in diesem Jahr. Immer mehr Migranten wagen in überfüllten Booten die gefährliche Überfahrt nach Europa.