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Muslime in Deutschland: Aktionen gegen Extremismus

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Muslime in Deutschland: Aktionen gegen Extremismus

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Mit einem bundesweiten Aktionstag wollen muslimische Verbände in Deutschland am Freitag ein Zeichen gegen Extremismus und Gewalt setzen. In 2000 islamischen Gemeinden sind an diesem Tag vor und nach dem traditionellen Freitagsgebet Mahnwachen und Friedenskundgebungen geplant. Das Motto lautet: “Muslime stehen auf gegen Hass und Unrecht”.

Der Chef des Zentralrats der Muslime , Aiman Mazyek sagte: “Ich bin ein Jude, wenn Synagogen angegriffen werden, ich bin ein Christ, wenn Christen beispielsweise im Irak verfolgt werden, und ich bin ein Moslem, wenn Brandsätze auf ihre Gotteshäuser geworfen werden.” Auch der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere wird an einer Veranstaltung in Hannover teilnehmen.

Am vergangenen Wochenende hatte der Zentralrat der Juden zu einer öffentlichen Mahnwache gegen Rassismus und Faschismus aufgerufen. “Wir wollen, dass sich Juden in Deutschland sicher fühlen. Sie sollen spüren, dass dieses Land unser gemeinsames Zuhause ist”, sagte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel am Sonntag auf einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland , Dieter Graumann, betonte: “Wir sind hier, um gemeinsam und geschlossen zu zeigen: Keinen Platz für Judenhass.” An der Demonstration nahmen nach Angaben des Zentralrates rund 8000 Menschen teil, die Polizei hatte anfangs von 4000 gesprochen. Mit der Kundgebung werde “ein Zeichen gegen Antisemitismus, gegen Extremismus und gegen Menschenfeindlichkeit sowie für Respekt vor dem Glauben und der Kultur des jeweils anderen gesetzt, sei er Jude, Muslim oder Christ”, sagte Merkel.