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Alistair Darling: Ruhig und gelassen für die Einheit

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Alistair Darling: Ruhig und gelassen für die Einheit

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Geboren ist er im Jahr 1953, sein Diplom hat er in Rechtswissenschaften gemacht: Alistair Darling ist ein alter Hase in der britischen Politik, auch er ist schottischer Herkunft. Erstmals ins Parlament gewählt wurde er 1987 für die Labour-Partei. Seit zwei Jahren engagiert er sich in der Bewegung “Gemeinsam ist es besser”. Er begründet das so: “Wenn wir uns trennen, gibt es keinen Weg zurück. Das ist keine Protestwahl, das ist keine Nebenwahl, bei der man der Regierungspartei auf’s Maul hauen kann. Das ist eine Entscheidung, die unsere und die Generationen danach betrifft.”

Darling hat bereits Stürme hinter sich. 2007 wurde er Schatzkanzler, also Finanzminister, der Regierung von Premierminister Gordon Brown, der zuvor für die Finanzen zuständig war. Im Jahr 2008 sieht Alistair Darling als einer der ersten die Finanzkrise heraufziehen. Das löst einen Sturm der Empörung gegen ihn aus. Doch die Fakten geben ihm recht, während der Bankenkrise erweist er sich als guter Steuermann.

Bereits 2012, als er seine Bewegung “Geimsam ist es besser”, gründete, nannte er gegenüber euronews seine Argumente: “Schottland geht es mit Großbritannien besser und Großbritannien geht es mit Schottland besser. Wir bilden eine Gemeinschaft, wir bilden eine Wirtschaftsunion. Sich in diesen unsicheren Zeiten in eine unbekannte Richtung zu bewegen, mit so vielen Fragen ohne Antworten, das halte ich für einen dummen Weg.”

Vor allem seine ruhige und bedachte Art ist es, die es Alistair Darling möglich macht, es mit Schottlands weitaus charismatischerem Regierungschef Alex Salmond aufzunehmen und für die Einheit mit Großbritannien einzutreten.