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Ebola: Erste Impfstoff-Tests, Weltbank warnt vor Wirtschaftseinbruch

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Ebola: Erste Impfstoff-Tests, Weltbank warnt vor Wirtschaftseinbruch

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In den USA haben Experten damit begonnen, einen von einer Pharmafirma und der US-Gesundheitsbehörde gemeinsam entwickelten Impfstoff an zehn Freiwilligen zu testen. Auch in Großbritannien verabreichten Forscher am Mittwoch die erste Dosis. Eine Infektionsgefahr besteht für die Freiwilligen nicht, weil der Stoff nur ein Ebola-Gen enthält.Nun muss sich zeigen, ob sich bei den Testpersonen Antikörper bildet.

Bislang gab es zumindest keine Verträglichkeitprobleme, trotz der Eile: “Wir haben in diesem Zentrum schon mehr als 100 Impstoffe getestet, und wenn es gut läuft, vergehen bis zum Beginn normalerweise sechs Monate. Dieses Mal haben wir es in vier Wochen geschafft”, so Professor Adrian Hill, Direktor des Jenner Instituts an der Universität Oxford. “So schnell hat noch niemand Tests begonnen, schon garnicht für Imfpstoffe, die noch nie zuvor einem Menschen verabreicht wurden.”

Wichtig wäre der Impfstoff nicht zuletzt für das medizinische Personal der betroffenen Länder sowie die Mitarbeiter internationaler Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen: Eine französische Freiwillige, die sich in Westafrika infizierte, soll nun nach Frankreich ausgeflogen werden.

Kurzfristig ist aber auch dieses Mittel keine Lösung. Experten sehen vor Ort sofortigen Handlungs- und Finanzierungsbedarf für zur Verfügung stehenden Eindämmungsmaßnahmen – die Weltbank spricht von rund 780 Milliarden Euro. Zusammen mit dem IWF will sie davon nun ein knappes Drittel bereitstellen.

Eine weitere Ausbreitung wäre für die betroffenen Länder Westafrikas auch wirtschaftlich verheerend, so die Ökonomen.

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