Eilmeldung

Eilmeldung

EURO 2020: Spannung vor UEFA-Entscheidung zu Spielorten

Sie lesen gerade:

EURO 2020: Spannung vor UEFA-Entscheidung zu Spielorten

Schriftgrösse Aa Aa

Am Freitag entscheidet die UEFA, in welchen Städten die Europameisterschaft 2020 stattfindet. Es wird eine historische EM, denn zum ersten Mal wird das Turnier, das 2020 60 Jahre alt wird, in gleich 13 Ländern ausgetragen.

19 Länder haben sich beworben, unter ihnen auch Russland, das sich mit der derzeit im Bau befindlichen Gazprom-Arena, auch New Zenit Stadium genannt, in St. Petersburg am Rennen beteiligt. Die Stadt gehört zu den Orten, wo neben den Gruppenspielen auch Viertelfinalpartien ablaufen können, denn das Stadion verfügt, wenn es fertig ist, über fast 70.000 Plätze. Dies ist eine Voraussetzung für Viertelfinals. Vor der Euro wird das Stadion schon getestet worden sein, bei der WM zwei Jahre vorher in Russland.

Eine andere Stadt, die ihren Hut in den Ring wirft, ist Budapest. Die Hauptstadt Ungarns, schön gelegen an der Donau, möchte gerne, dass Spiele im Puskas Ferenc Stadion ausgetragen werden, das derzeit umgebaut wird und 2018 fertig sein soll. Geplant sind Plätze für gut 68.000 Besucher, es gehört damit zu den großen Sportshäusern im Wettbewerb. Die UEFA scheint mit dem Verlauf der Bauarbeiten zufrieden zu sein.

Für die sogenannten Standardpakete gibt es insgesamt 19 Bewerber, darunter auch die Finalkandidaten London und München.

Das Olympiastadion in Rom ist ebenfalls ein möglicher Gastgeber von drei Vorrundenspielen sowie einem Achtel- oder Viertelfinale.

Auch die Niederlande haben ihre Bewerbung eingereicht. In der AmsterdamArena trägt Rekordmeister Ajax seine Heimspiele aus. Derzeit hat das Stadion eine Zuschauerkapazität von 53.000.

Der belgische Verband ist mit einem Neubau in Brüssel ein Kandidat für die EM 2020. Zwei Jahre vor dem Turnier soll das neue Stadion fertig sein.

Und auch in Irland könnte gespielt werden. In das Aviva-Stadium in Dublin passen rund 52.000 Zuschauer. Eröffnet wurde das Rund im Jahr 2010.

Zu den weiteren Bewerbern gehört die nordspanische Stadt Bilbao. Die Stadt mit ihren knapp 350.000 Einwohnern wirft mit San Mamés das Stadion des heimischen Erstligisten Athletic Bilbao ins Rennen. Das Gebäude, 2013 eröffnet, verfügt über knapp 50.000 Plätze.

Und damit in etwas so viel, wie das Stadion, mit dem sich das schottische Glasgow darum bewirbt, zu den 13 Austragungsorten der Euro 2020 zu gehören. Das 1903 gebaute Hampden Park ist auch das Heimstadion der schottischen Nationalmannschaft.

Kopenhagen, Dänemarks Hauptstadt, gehört ebenfalls zu den insgesamt 19 Kandidaten. Dabei gehört das Stadion, der Telia Parken, zu den kleineren potentiellen Austragungsorten. Rund 38.000 Zuschauer haben in dem quadratischen Gebäude Platz. Damit wären hier Gruppen- und Achtelfinalspiele möglich.

Auch Rumänien möchte gerne Gastgeber der Euro 2020 werden. Die Stadt bewirbt sich mit der Arena Națională um die Teilnahme. Das Haus, der erst vor drei Jahren eröffnet wurde, bietet gut 55.000 Plätze. Hier finden die Spiele der Nationalmannschaft statt.

Rumäniens Nachbar Bulgarien schlägt dagegen vor, EM-Spiele in seiner Hauptstadt Sofia abzuhalten. Dort steht das Wassil-Lewski-Nationalstadion, benannt nach dem bulgarischen Nationalhelden.

Cardiff wirbt mit kurzen Wegen und Sportbegeisterung. Neben Fußball spielt auch Rugby eine große Rolle. Das Millennium Stadium wurde kurz vor der Jahrtausendwende eröffnet und bietet mehr als 74.000 Zuschauern Platz.

Auch die schwedische Hauptstadt Stockholm möchte EM-Spiele austragen. 1992 waren die Skandinavier in Eigenregie Gastgeber der Europameisterschaft, im vergangenen Jahr fand in Schweden zudem die Frauen-EM statt. Die Friends Arena steht genau genommen nicht in Stockholm, sondern im Vorort Solna. Erst im Oktober 2012 eingeweiht, hat das Stadion eine Zuschauerkapazität von 50.000.

Baku ist ein weiterer Bewerber. In der Hauptstadt Aserbaidschans wird derzeit ein Stadion mit 68.000 Plätzen gebaut. Im nächsten Jahr sollen hier die erstmals ausgetragenen Europaspiele stattfinden.

Auch Minsk möchte dabei sein. Die Spielstätte in der weißrussischen Hauptstadt soll umgebaut werden und ein Jahr vor dem Turnier fertig sein.

Skopje setzt ebenfalls auf eine verhältnismäßig kleine Wettkampfstätte. Die Arena Philip des Zweiten bietet Platz für 32.000 Fans. Vor drei Jahren wurde das Stadion generalüberholt. Die mazedonische Bewerbung gehört wie auch die israelische zu den Außenseitern.

In Jerusalem sind es vor allem Sicherheitsbedenken, die dem europäischen Fußballverband Bauchschmerzen bereiten. Das Teddy-Stadion soll bis 2019 umgebaut werden.