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Fehlendes Geld: Welternährungsprogramm halbiert Versorgung der Syrienflüchtlinge

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Fehlendes Geld: Welternährungsprogramm halbiert Versorgung der Syrienflüchtlinge

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Die Vereinten Nationen erwarten einem schweren Engpass bei der Versorgung der syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge. Weil finanzielle Mittel fehlen, stehen den Helfern im Oktober nur noch 60 Prozent der bisherigen Lebensmittelmenge zur Verfügung. Bis November werden es nur noch 40 Prozent sein.

Derzeit sollen dem Programm etwa 78 Millionen Euro fehlen, weil Zahlungen ausgeblieben sind. Zudem vergingen nach dem Eingang von Geldern in der Regel drei Monate, bis die humanitäre Hilfe vor Ort verteilt werden kann, so John Ging, Direktor beim UN-Büro für die Koordination humantärer Angelegenheiten.

Viele der rund drei Millionen Syrer in den Flüchtlingscamps der umliegenden Länder müssten zum Winter mit der Häfte der empfohlenen Kalorienmenge auskommen, so ein UN-Sprecher. Zudem hilft das Welternährungsprogramm inzwischen rund 4,1 Millionen Bedürftigen in Syrien, auch weil die Vereinten Nationen seit Juli Hilfskonvoys ohne Genehmigung des Assad-Regimes erlauben.

Ein Besserung der Sicherheitslage in Syrien ist nicht in Sicht. So sollen bei der Bombardierung einer von Rebellen kontrollierten Ortschaft nördlich von Homs laut einer britischen Menschenrechtsorganisation zuletzt mindestens 48 Menschen ums Leben gekommen sein, darunter auch Mütter und Kinder. Die Stadt Aleppo wurde erneut von einer gigantischen Explosion erschüttert, die offenbar Regierungstruppen galt und in weiteren Feuergefechten mündete.

In dem Bürgerkrieg, der vor drei Jahren mit der Niederschlagung friedlicher Proteste begann, sind nach Zählungen der Vereinten Nationen inzwischen mehr als 190.000 Menschen ums Leben gekommen. Millionen sind auf der Flucht.