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Atomgespräche mit dem Iran fortgesetzt

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Atomgespräche mit dem Iran fortgesetzt

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Nach einer zweimonatigen Pause sind bei den Vereinten Nationen in New York die Atomgespräche mit dem Iran fortgesetzt worden. Die Verhandlungen waren im Juli ohne Einigung, die die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen ermöglicht hätte, beendet worden. Angesichts des Erfolgs der Dschihadisten vom “Islamischen Staat”, die sowohl von Washington als auch von Teheran als Bedrohung empfunden werden, erwarten Analysten eine Einigung:

“Ich denke, die Atmosphäre ist positiv, es gibt Grund zum Optimismus. Aber ich denke auch, wir müssen die bestehenden Hindernisse anerkennen und wir sollten auch anfangen zu prüfen, in welchem sehr gefährlichen Szenario sich die Welt wiederfindet, wenn dieser Prozess zusammenbricht”, meint Reza Marashi vom National Iranian American Council.

Langfristig, so Marashi, werden Washington und Teheran zusammenarbeiten müssen.

“Um eine dauerhafte friedliche Lösung der unzähligen Konflikte, die diese Region in Brand gesetzt haben, zu bekommen, brauchen wir eine kollektive Sicherheit mit der Zusammenarbeit der verschiedenen Parteien. Es gibt keinen anderen Weg.”

Aber die Atomfrage bleibt ein ernsthaftes Hindernis. Der Westen glaubt den Versicherungen des Iran, sein Atomprogramm diene allein friedlichen Zwecken, nicht.

“Die Atomfrage ist der Elefant im Porzellanladen. Ohne Irans Verzicht auf die Bombe, wird es weder eine strategische Partnerschaft zwischen dem Westen und Teheran im Kampf gegen ISIL geben, noch die Aufhebung der Sanktionen. Der Einsatz könnte nicht höher sein”, kommentiert der euronews-Korrespondent in Washington.