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Italiens Armee liefert künftig Cannabis für medizinische Zwecke

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Italiens Armee liefert künftig Cannabis für medizinische Zwecke

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Anbau, Besitz, Verkauf – was Cannabis angeht, ist in Italien alles verboten.

Nur in der Medizin ist es erlaubt, zum Beispiel für Schmerztherapie.

Der Import ist aber teuer, empfindlich teuer für Kasse und Patienten.

Daher wird Cannabis nun doch in Italien angebaut: Aber das übernimmt die Armee in einem eigenen Pharmalabor, das es schon sehr lange gibt.

Es gehe dort nicht um Gewinn, sagt Verteidigungsministerin Roberta Pinotti, sondern man stelle Medikamente her für seltene Erkrankungen oder sehr spezielle Umstände.

Kommerziell seien sie vielleicht nicht interessant, so Pinotti – aber wichtig, um Leben zu retten.

Das Armeelabor in Florenz, das “Stabilimento chimico farmaceutico militare” soll nun auch den Cannabis-Wirkstoff herstellen.

Die Einzelheiten werden noch geregelt, vor allem was die Sicherheitsvorkehrungen für den an sich ja verbotenen Stoff angeht.

Wahrscheinlich Ende nächsten Jahres können die Apotheken beliefert werden.

Die Regierung erwartet, dass der Preis für das Cannabis dann mindestens um die Hälfte sinkt.