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Schottland: Verlierer vom "Ja"-Lager stecken Energie in "Devo Max"

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Schottland: Verlierer vom "Ja"-Lager stecken Energie in "Devo Max"

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Das “Ja”-Lager in Schottland hat verloren. Mehr als 55 Prozent der Wähler wollen bei Großbritannien bleiben. Das Ja-Lager, in Umfragen schon mal siegreich, sucht das Positive.

Ministerpräsident Alex Salmonds Schottische Nationalpartei hatte zwei Jahre lang für ein unabhängiges Schottland getrommelt.

Ministerpräsident Alex Salmond, SNP- Vorsitzender:

“Schottland hat mehrheitlich beschlossen, im Moment nicht zu einem unabhängigen Land zu werden. Ich akzeptiere den Spruch des Volkes, und ich rufe alle in Schottland auf, mir zu folgen und das demokratische Urteil der Menschen in Schottland zu akzeptieren.”

1,6 Millionen Schotten bekommen nun nicht, wofür sie abgestimmt haben – einen unabhängigen Staat – aber mehr Rechte und Freiheiten innerhalb Großbritanniens. Versprochen. Jetzt dürften “Ja” und “Nein” zusammenarbeiten, um sie sich zu sichern.

Schon Abstimmung und nächtliches Warten auf die Ergebnisse in den Pubs und auf Wahlpartys waren friedlicher und freundschaftlicher abgelaufen als die meisten Fußballspiele.

Joanna Gill, euronews, Edinburgh:

“Das “Ja”-Lager hat seine Pläne auf Eis gelegt, während die Einheits-Unterstützer stillschweigend feiern – bevor die harte Arbeit beginnt, sich die zugesagten zusätzlichen Befugnisse für Schottland zu sichern – durch Devo Max, die Dezentralisierung mit größtmöglicher wirtschaftlicher Autonomie – bis hin zur steuerlichen Unabhängigkeit.”

su mit dpa