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Ebola: UN-Sondermission beginnt in Westafrika

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Ebola: UN-Sondermission beginnt in Westafrika

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Im Grenzgebiet zwischen Sierra Leone und Guinea ist das öffentliche Leben zum Erliegen gekommen.

Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie gilt in Sierra Leone seit Freitag eine dreitägige Ausgangssperre. Währenddessen versuchen Soldaten und Behördenmitarbeiter, Aufklärungsarbeit in den Haushalten zu leisten.

Vorausteams einer Sondermission der Vereinten Nationen sollen bereits am Montag nach Westafrika entsandt werden, erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon:

“Tag für Tag sterben mehr Leute und weitere infizieren sich. Die Anforderungen zur Bekämpfung von Ebola wachsen enorm. Um die Krise in den Griff zu bekommen, müssen alle Beteiligten auch zu unorthodoxen Mitteln greifen. Dabei müssen auch manche Grenzen überschritten werden. Besonders wichtig ist zügiges Handeln.”

Die UN-Vorausteams sollen im Hauptquartier der Misision in Ghana sowie in Guinea, Liberia und Sierra Leone tätig werden.

Zur Bewältigung der Krise wollen auch die USA insgesamt rund 3000 Soldaten nach Westafrika schicken. Sie sollen unter anderem in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden 17 Kliniken aufbauen.

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