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Proteste gegen gigantischen Kanal in Nicaragua

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Proteste gegen gigantischen Kanal in Nicaragua

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In Nicaragua wächst der Widerstand gegen den Bau eines gigantischen Kanals zwischen Atlantik und Pazifik.

Hinter dem 30-Milliarden-Euro-Projekt steht ein chinesisches Konsortium, das im Dezember mit den Bauarbeiten für die 278 Kilometer lange Wasserstraße beginnen will.

Anwohner entlang des geplanten Verlaufs befürchten massive Umweltschäden und zwangsweise Umsiedlungen oder Enteignungen:

“Die Chinesen sollen verschwinden. Wir stellen uns nicht gegen Weiterentwicklungen und Wachstum. Aber dieses Projekt werden wir nicht zulassen.”

Auf einer Länge von gut hundert Kilometern soll der künftige Kanal durch den Lago de Nicaragua – das größte Süßwasserreservoir Zentralamerikas – verlaufen.

Naturschützer befürchten Verschmutzungen durch die Schifffahrt und eine Verunreinigung des Trinkwassers.

Die Proteste zielen nicht nur gegen den chinesischen Bauträger, sondern auch gegen die Regierung in Managua.

Sie soll bereits prüfen, wo entlang des Streckenverlaufs Enteignungen und Umsiedelungen durchgeführt werden müssen – möglicherweise auch gegen den Willen der betroffenen Anwohner.