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Abtreibungsgegner demonstrieren in Madrid

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Abtreibungsgegner demonstrieren in Madrid

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In Madrid sind mehrere tausend Abtreibungsgegner auf die Straße gegangen. Die Demonstranten forderten von der konservativen Regierung unter Ministerpräsident Mariano Rajoy die Verabschiedung eines Gesetzes mit höheren Hürden für einen Schwangerschaftsabbruch.

Der vor neun Monaten beschlossene Gesetzentwurf lässt einen Schwangerschaftsabbruch nur noch nach Vergewaltigungen zu oder im Fall von physischen oder psychischen Gesundheitsrisiken für die werdende Mutter.

Zwei Demonstrantinnen sagten:

“Wir müssen nach neuen Wegen zum Schutz von Leben suchen. Die Rechte der Mütter und der Föten gehören respektiert.”

“Wir müssen Leben auch von ungeborenen Babies retten.”

Über die geplante Verschärfung des Abtreibungsrechts wird im katholisch geprägten Spanien hitzig debattiert.

So soll eine Fehlbildung des Fötus künftig kein Abtreibungsgrund mehr sein. Mädchen unter 18 Jahren bräuchten künftig in jedem Fall die Zustimmung ihrer Eltern.

Zur Zeit dürfen alle Frauen in Spanien bis zur 14. Schwangerschaftswoche abtreiben.

Die spanische Regierung hat Medienberichte, denen zufolge sie das Gesetzesvorhaben aufgegeben habe, nicht dementiert.