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IS-Vormarsch in Nordsyrien: UN erwartet Hunderttausende weitere Flüchtlinge

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IS-Vormarsch in Nordsyrien: UN erwartet Hunderttausende weitere Flüchtlinge

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Der Flüchtlingsstrom aus Nordsyrien in die Türkei reißt angesichts des Vormarschs der Terrormiliz Islamischer Staat nicht ab: Seit Freitag haben Angaben der Vereinten Nationen zufolge fast 100.000 meist kurdische Syrer das Nachbarland erreicht. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR rechnet mit Hunderttausenden weiteren Vertriebenen.

IS hatte in der vergangenen Woche Angriffe auf die Grenzregion um die syrische Stadt Ain al-Arab gestartet und mehr als 60 Dörfer erobert. Die Region galt im syrischen Bürgerkrieg bisher als relativ sicher und war laut UNHCR Zufluchtsort für Zehntausende Flüchtlinge. Jetzt töteten die IS-Milizen dort wahllos Menschen, wie Geflohene berichten.

“Ich habe meine Familie hierher gebracht, damit sie sicher sind”, sagt Dalil Boras. “Jetzt will ich zurück, um gegen IS zu kämpfen und das Gebiet zu befreien, das sie erobert haben. Das ist unser Land.”

Der Kurde gehört einer der Gruppen an, die im Grenzgebiet gegen IS kämpfen. Rund zwei Drittel Syriens werden von den Dschihadisten kontrolliert. Ihre Eroberungen in dem Bürgerkriegsland und im benachbarten Irak fassten sie in einem selbst ernannten Kalifat zusammen.