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Poroschenko verteidigt Friedensplan: "Krieg kann unmöglich nur rein militärisch gewonnen werden"

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Poroschenko verteidigt Friedensplan: "Krieg kann unmöglich nur rein militärisch gewonnen werden"

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Zwei Wochen nach Inkrafttreten der Waffenruhe in der Ostukraine hat die Armee erneut Verluste gemeldet. Die Aufständischen würden weiter auf die Regierungstruppen feuern, hieß es aus Kiew. Zudem hätten die Regierungstruppen im Verlauf der Einsätze schwere Materialverluste erlitten. “Es wurden zwischen 60 und 65 Prozent der Militärtechnik zerstört”, sagte Präsident Petro Poroschenko in einem Interview mit dem ukrainischen Fernsehen.

Eine Pufferzone zwischen den Konfliktparteien soll die Lage beruhigen. Zudem könnten so die Einheiten aufgefrischt werden, wie Poroschenko erklärte. Die Ukraine müsse bereit sein, sich zu verteidigen. Er werde aber alles tun, um den Friedensplan umzusetzen. “Den Krieg in Luhansk und Donezk kann unmöglich nur rein militärisch gewonnen werden”, so der Staatschef. “Je mehr ukrainische Bataillone oder Brigaden dort stationiert werden, desto mehr wird es dort Truppen aus der Russischen Föderation geben.”

In Moskau protestierten am Sonntag Tausende Kriegs- und Kremlgegner gegen den seit Monaten andauernden Konflikt, in dem laut Schätzungen der UN etwa 2600 Menschen ums Leben kamen. "Nein zum Krieg in der Ukraine" und “Schluss mit den Lügen” war auf den Plakaten zu lesen. Die Organisatoren des Marsches fordern den Kreml dazu auf, seine, “aggressive und unverantwortliche” Politik in der Ukraine zu beenden.