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Teurer Pilotenstreik: Air France am Boden

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Teurer Pilotenstreik: Air France am Boden

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“Der Betrieb von Air France muss sofort wieder aufgenommen werden, sagte der für die Parlamentsbeziehungen zuständige Minister Jean-Marie Le Guen. “Das ist es, was das Land will.”

Air France steht für mehr als drei Viertel (77%) der innerfranzösischen Flüge, der Staat ist Großaktionär mit knapp 16 Prozent.

Der Streik der Piloten der Air France, der längste seit 1998, geht in die zweite Woche und gefährdet die Rückkehr der Fluggesellschaft in die Profitabilität in diesem Jahr. Bisher sind etwa 3.000 Starts gestrichen worden, mit rund 400.000 betroffenen Passagieren.

Jeder Streiktag koste das Unternehmen 10 bis 15. Millionen Euro, so der Chef von Air France/KLM Alexander Juniac. Bis Ende der Woche dürften sich 180 Millionen Euro auftürmen. Daraus könnten mehr als 500 Millionen werden, wenn sich Piloten und Firma nicht bis Ende des Monats einigen.

Dabei hatte es Airline mit einem 2012 gestarteten und auf drei Jahre angelegten Restrukturierungsplan gerade geschafft, die Verluste einzugrenzen. Sie bewegt sich aber nach wie vor in den roten Zahlen. In der ersten Jahreshälfte betrug der Verlust 614 Millionen Euro.

Die lachenden Dritten sind Billig-Airlines wie RyanAir oder EasyJet. Und gerade ihre Konkurrenz sollte abgewehrt werden: Die Airline will den Großteil ihrer Mittel- und Kurzstreckenflüge an die Billigtochter Transavia Airlines abgeben und sich so Marktanteile zurückholen.

Die Piloten fürchten, dass der Konzern dies nutzen will, um die Arbeitsbedingungen zu ändern.

su mit dpa, AFP