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US-Forschungssonde "Maven" tritt in Orbit des Mars ein

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US-Forschungssonde "Maven" tritt in Orbit des Mars ein

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Die US-Forschungssonde “Maven” ist nach einer zehnmonatigen Reise in den Orbit des Mars eingetreten. Die Sonde soll den Roten Planeten in einem Abstand von 150 bis 6000 Kilometern ein Jahr lang umkreisen. Bevor “Maven” in die endgültige Umlaufbahn gebracht wird, will die NASA die Instrumente der Sonde sechs Wochen lang testen.

Mit der Expedition wollen die Forscher herausfinden, wie es zu dem Klimawandel kam, der den Mars so unwirtlich machte. “Maven wird uns eine Menge darüber verraten können, wie die Atmosphäre sich verändert hat”, erläutert Jim Green von der NASA. “Das ist sehr wichtig, denn wir sehen hier nur eine Evolutionsstufe des Mars. Vor Milliarden Jahren sah er der Erde sehr viel ähnlicher. Es kam zu einem Klimawandel und wir wollen wissen, was passiert ist.”

Die Struktur der Oberfläche des Mars ähnelt teilweise trockenen Flussbetten. Zudem gibt es laut den Forschern weitere Hinweise auf die Präsenz von Wasser. Dafür müsste die Atmosphäre auf dem Roten Planeten jedoch sehr viel dichter gewesen sein, sie ist heute etwa 100-mal dünner als auf der Erde.

Die rund 670 Millionen Dollar teure Mission soll zudem Informationen für eine künftige bemannte Marsmission liefern, die laut NASA-Chef Charles Bolden in den 2030ern starten soll. Auf dem Planeten rollen bereits Forschungsroboter “Curiosity” und sein Vorgänger “Opportunity”, zudem kreisen mehrere Orbiter um den Planeten.


Sie bekommen bald noch mehr Gesellschaft: Am Mittwoch soll auch die indische Sonde “Mangalyaan” (Hindi für Mars-Fahrzeug) in eine Umlaufbahn um den Planeten einschwenken. Eine vier Sekunden lange Testzündung der Motoren sei am Montag erfolgreich verlaufen, erklärte die Indische Weltraumforschungsorganisation Isro, die ihren Hauptsitz in Bangalore hat, per Twitter.


“Mangalyaan” ist Indiens erste Marssonde, die Mission soll umgerechnet 54 Millionen Euro kosten. Bislang erreichten nur die USA, die damalige UdSSR und die Europäische Union den Roten Planeten.

mit dpa