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Belgien: Gericht verhandelt über mögliche Vaterschaft von Ex-König Albert

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Belgien: Gericht verhandelt über mögliche Vaterschaft von Ex-König Albert

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Delphine Boël will als Tochter von Albert II. anerkannt werden, Belgiens König im Ruhestand.

Darüber verhandelt jetzt ein Gericht in Brüssel – unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie immer in Familiensachen.

Laut Boëls Anwalt zeigt eine Genprobe, dass sie nicht die Tochter ihres offiziellen Vaters ist.

Das ist schon einmal wichtig, denn sie kann rechtlich gesehen nicht zwei Väter auf einmal haben – ihr offizieller Vater müsste verzichten.

Davon hätte Boël aber noch lange nicht den gewünschten neuen Vater: Albert ist zwar rechtlich nicht immun, kann jedoch – wie jeder andere – zu keiner Genprobe gezwungen werden.

Boël ist 46 Jahre alt. In den sechziger Jahren war die Ehe des lebhaften Albert – der noch kein König war – und seiner ebenso lebhaften Frau Paola in einer starken Krise.

Auf diese Zeit nahm Albert selbst viel später noch Bezug, in seiner Weihnachtsansprache 1999 – nicht aber auf Boël als mögliche Tochter aus jener Zeit.

Ihrem Anwalt zufolge geht es ihr nicht um Geld; Boël stammt väterlicherseits aus einer sehr reichen Familie.

Ihre Mutter – die mit Albert das Verhältnis gehabt haben soll – war Adlige. Sie wird wohl vor Gericht eine wichtige Zeugin sein. Albert wird nicht auftreten.

Der Achtzigjährige dankte letztes Jahr ab. Seitdem ist sein Sohn Philippe belgischer König.