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China: Uigurischer Menschenrechtsaktivist zu lebenslanger Haft verurteilt

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China: Uigurischer Menschenrechtsaktivist zu lebenslanger Haft verurteilt

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Einer der prominentesten Menschenrechtsaktivisten der Uiguren ist in China zu lebenslanger Haft verurteilt woden. Ilham Tohti wurde von einem Gericht der Provinz Xinjiang des “Seperatismus” für schuldig befunden. Der Kritiker der Pekinger Minderheitenpolitik gilt als gemäßigte Stimme der muslimischen Uiguren, die die Unterdrückung durch die herrschenden Chinesen beklagen.

Terroranschläge und Zusammenstöße in Xinjiang sind immer wieder Ausdruck der Spannungen zwischen Uiguren und Chinesen. Die Regierung in der Konfliktregion greift aus diesem Grund hart durch. Der Wirtschaftsprofessor war jahrelang von den Sicherheitsbehörden verfolgt und unter Hausarrest gestellt worden. In einem früheren Interview erklärte er: “Ich habe die vergangenen drei Jahre über meine Situation nachgedacht. Ich bin wie ein Gefangener in einem Käfig. Ich darf nichts machen. Wenn ich Interviews gebe, schikanieren sie mich oder meine Familie. Sie bedrohen mich, ich kann nicht mehr unterrichten, ich kann meine Familie nicht mehr ernähren. Warum?”

Menschenrechtsorganisationen und die Europäische Union verurteilten die lebenslange Haftstrafe als “völlig ungerechtfertigt”. Sie forderten die sofortige Freilassung Tohtis.