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Gesundheitstechnik, Licht - Philips sortiert sich neu

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Gesundheitstechnik, Licht - Philips sortiert sich neu

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Der 120 Jahre alte Elektronikkonzern Philips spaltet sich auf. Die Sparten Gesundheitstechnik und Konsumelektronik sollen verschmelzen, die Lichtsparte als eigenständiges Unternehmen aus dem Konzern freigesetzt werden und von 2016 an auf eigenen Füßen stehen. Beide Unternehmen sollen weiter den Namen Philips tragen und ihren Sitz in den Niederlanden haben. Vorstandschef Frans van Houten schloss den Verlust von Arbeitsplätzen nicht aus.

Die neue HealthTech genannte Gesundheitssparte aus professioneller Medizintechnik etwa für Krankenhäuser und Konsumelektronik (Rasierer, Zahnbürsten, Luftfilter) käme aktuell auf einen Jahresumsatz von 15 Milliarden Euro. Die Lichtsparte ist mit 7 Milliarden Euro Umsatz etwa halb so groß.

Ende Juni hatte Philips bereits angekündigt, die Produktion von LED-Bestandteilen und Autoleuchten zu verkaufen. Die Unterhaltungselektronik und die TV-Sparte sind schon abgestoßen.

Vor mehr als 120 Jahren erstrahlte die erste Glühbirne, 2013 setzte Philips mit 114.000 Mitarbeitern in mehr als 100 Ländern 23,3 Milliarden Euro um. Der Gewinn ging im zweiten Quartal 2014 um ein Viertel zurück.

Der Lichtmarkt steht wegen des Trends zu Leuchtdioden stark unter Kostendruck, während gleichzeitig in die Forschung kräftig investiert werden muss. Siemens hatte seine Lichttochter Osram im vergangenen Jahr als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht.

su mit dpa, Reuters