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Neue Gaza-Gespräche in Kairo

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Neue Gaza-Gespräche in Kairo

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Vertreter Israels und der Palästinenser haben in Kairo die Gespräche über eine Lösung des Gaza-Konflikts wieder aufgenommen. Ägypten vermittelt bei den indirekten Verhandlungen, an denen auch die radikal-islamische Hamas beteiligt ist. Robert Turner, der eine UN-Hilfsorganisation für palästinensische Flüchtlinge in Nahost vertritt, sagte uns nach einer Anhörung im Europaparlament in Brüssel, in der Frage der Baumaterialien sei ein Konsens der Palästinserbehörde notwendig. Notwendig seien unter anderem Kontrollen auf den Straßen, noch bevor die Baustoffe einträfen. “Hoffentlich sind die Geber, die sich an der Konferenz in Kairo beteiligen, großzügig”, fügte er hinzu. Notwendig aber ist eine politische Lösung, denn sonst hat der Wiederaufbau keinen Sinn.” Die Geberkonferenz ist für den 12. Oktober vorgesehen, benötigt wird rund eine Milliarde Dollar an Hilfen für die mehr als 100 000 obdachlos gewordenen Menschen. “Europa kann eine wichtige Rolle spielen, Europa ist der wichtigste Handelspartner Israels und ein wichtiger Geber der Palästinenserbehörde. Es sollte den großen Einfluss nutzen, den es auf beide Seiten ausübt. Es sollte nicht nur Geber sondern auch ein wichtiger Akteur sein”, meinte Turner. Während des Gaza-Krieges wurden etwa 18 000 Häuser zerstört. Mehr als 2 100 Palästinenser und mehr als 70 Israelis fanden bei den Kampfhandlungen den Tod.