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Indonesier wollen Hirn-zu-Hirn-Kommunikation ermöglichen

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Indonesier wollen Hirn-zu-Hirn-Kommunikation ermöglichen

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In einem Labor einige Kilometer von der indonesischen Hauptstadt Jakarta entfernt, arbeiten Wissenschaftler daran, die Gehirnforschung ein großes Stück nach vorn zu bringen.

Warsito Purwo Taruno ist 47 Jahre alt, er hat in Japan studiert. Vor vier Jahren gründete er in Alam Sutera sein Forschungszentrum.

Hier untersuchen die Wissenschaftler die Einsatzmöglichkeiten fortschrittlicher Tomografen, die mit elektronischen Signalen arbeiten. Sie sagen, sie seien die ersten weltweit, die so ein vierdimensionales Bild vom Gehirn erstellen können.

Warsito Purwo Taruno: “Wir können die Gehirnaktivität in Hochgeschwindigkeit mit 32.000 Pixeln gleichzeitig aufnehmen, und wir werden verschiedene Aktivitätsniveaus aus unterschiedlichen Gehirnarealen aufzeichnen. Das Gehirn liefert uns 3D-Daten, diese kombinieren wir mit den Differenzen in der Hirnaktivität, um so ein vierdimensionales Bild des Gehirns zu erhalten.”

Unter anderem arbeiten die Forscher an einer Technologie, die die digitale Kommunikation zwischen menschlichen Hirnen zulässt. Warsito denkt dabei an einen kabellosen Helm, der bei solch einer Hirn-zu-Hirn-Kommunikation helfen soll.

Warsito Purwo Taruno: “Eine Person kann einen Hirn-Scan-Helm tragen, der das Gehirn abtastet und ausliest. Der Helm lädt dann die Hirninformationen als digitale Daten über das Internet in eine Cloud hoch. Dann werden diese Daten vom Helm, den eine andere Person trägt, heruntergeladen und an das Gehirn des Empfängers gesandt. Der Hirn-Scanner wird die Kommunikation zwischen einem menschlichen Gehirn, einem Computer und einem anderen menschlichen Hirn in der Zukunft sehr wahrscheinlich machen.”

Die Universität im japanischen Kyoto beteiligt sich an den Studien. Während man dort und im indonesischen Labor an den Erfolg glaubt, dämpfen Kritiker die Erwartungen. Eine solche Kommunikationsweise, so der Sprachwissenschaftler Hisar Maruli Manurung, sei hochkomplex und zumindest im Moment kaum von Computern zu leisten.