Eilmeldung

Eilmeldung

Muslime gegen Islamisten: #notinmyname

Sie lesen gerade:

Muslime gegen Islamisten: #notinmyname

Schriftgrösse Aa Aa

Die Kampagne auf Twitter, Facebook oder Instagram kam in Gang, als der US-Journalist Steven Sotloff von einem britischstämmigen IS-Kämpfer vor den Augen aller Welt geköpft wurde. Der Mord an dem britischen Flüchtlingshelfer David Haines gab der Kampagne weiter Auftrieb. Mit “Not in my name” – “nicht in meinem Namen” distanzieren sich Moslems von den Aktionen der Miliz Islamischer Staat im Irak und Syrien.

Die ersten Aktivisten gehören zur britischen Active Change Foundation, einer Stiftung, die sich seit 2003 vor allem gegen Banden-Kriminalität einsetzt. Ihr Gründer Hanif Qadir verstand selbst einmal als Gotteskrieger. Dann distanzierte er sich und bekämpft Islamisten seither.

Unter Moslems ein heißes Eisen: Manche fühlen sich unter Druck gesetzt. “Warum um Himmels Willen sollten sich „die Muslime“ distanzieren?” fragt sich die türkischstämmige Serap Güler, in Deutschland geboren, CDU Abgeordnete im Landtag von Nordrhein-Westfalen und Mitglied des CDU-Bundesvorstandes, “wenn ich an meinen Vater denke, stelle ich mir diese Frage umso häufiger.”

Selim Halioui aus dem französischen Sprachraum stellt seinen eigenen Hashtag dagegen:
Von einer Bande von Psychopathen muss ich mich nicht distanzieren