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Nach Enthauptung des in Algerien entführten Touristen: Entrüstung in Frankreich

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Nach Enthauptung des in Algerien entführten Touristen: Entrüstung in Frankreich

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Es ist Thema Nummer eins in der französischen Presse: die Ermordung des Touristen Hervé Gourdel. Er war am Sonntag in Algerien entführt worden. Die IS-nahe Gruppe Jund al-Chilafa veröffentlichte gestern ein Video mit der Enthauptung. Sie hatte das Ende der französischen Luftangriffe im Irak gefordert.

“Das ist feige”, sagt eine Passantin in Paris. “Es ist feige, es ist schändlich und es ist nicht in Ordnung, dass so etwas passiert und wir es geschehen lassen.”

Gourdel, Bergführer aus Nizza, arbeitete in einem Dorf in den südfranzösischen Alpen. Trotz der Trauer befürworten viele Bewohner die Luftschläge der Armee – man werde sich nicht einschüchtern lassen, so auch der Innenminister Bernard Cazeneuve: “Terroristen wollen Angst schüren, wenn sie sich einstellt, haben sie gewonnen. Frankreich hat keine Angst.”

Präsident François Hollande wurde bei der UN-Vollversammlung in New York gestern von der Nachricht eingeholt. Er berief für heute eine Sitzung des Verteidigungsrates der Regierung in Paris ein: “Meine Entschlossenheit ist groß, diese Aggression hat mich darin nur noch bestärkt. Wir werden überall weiter gegen Terrorismus kämpfen.”

In Frankreich wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Die Regierung warnte französische Staatsbürger vor Reisen in viele afrikanische Länder und den Nahen Osten.