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Test-Impfung gegen Ebola

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Test-Impfung gegen Ebola

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Britische Wissenschaftler haben begonnen, einen Ebola-Impfstoff an gesunden Versuchspersonen zu testen.

Wenn die klinischen Tests Erfolg haben, könnte der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline GSK der Weltgesundheitsporganisation demnächst 10.000 Impfstoffeinheiten liefern, um Ebola-Helfer zu schützen.

Ruth Atkins, 48, wurde der Impfstoff injiziert. Sie war die erste von 60 Freiwilligen, die an der Studie teilnehmen.

Professor Adrian Hill, Oxford University:

“Das ist ein bemerkenswerter Impfstoff. Noch vor etwa einem Monat hatten wir keine Ahnung, dass es diesen Impfstoff gibt oder dass man die klinische Prüfung beginnen könnte.”

Das Hill-Team hat den Impfstoff erfolgreich an Affen getestet, die 10 Monate immun wurden.

Der Impfstoff gegen die Zaire-Variante des in Westafrika grassieren Ebola-Virus wurde von den US National Institutes of Health und Glaxosmithkline entwickelt. Es enthält ein Ebola-Virusprotein, aber kein infektiöses Material. Die Tests sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden.

“Ich habe mich freiwillig gemeldet, weil die Situation in Westafrika so tragisch ist. Dagegen ist die Impfung ein kleiner Beitrag, mit hoffentlich großer Wirkung”, sagte Probantin Ruth Atkins, eine ehemalige Krankenschwester, jetzt Kommunikationsmanagerin beim britischen Gesundheitssystem NHS.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bisher knapp 6.000 Ebola-Kranke und 2793 Tote regisriert und rechnet bis Anfang November mit mehr als 20.000 Ebola-Fällen.

In Guinea sind 27 Menschen festgenommen worden, die mit dem Mord an acht Mitgliedern einer Sensibilisierungskampagne in der vergangenen Woche zu tun haben sollen. Helfer vor Ort haben oft nicht nur mit der Krankheit zu kämpfen, sondern auch mit Missinformation, Zweifeln und Ängsten.

su mit dpa