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Zurück nach Kobani!

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Zurück nach Kobani!

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Während der Flüchtlingsstrom syrischer Kurden in die Türkei nicht abreißt, kehren immer mehr kurdische Männer nun zurück in ihre Heimat. Viele von ihnen wollen in der Stadt Kobani (Ain al-Arab) gegen die Organisation Islamischer Staat kämpfen, von der sie zuvor vertrieben worden waren.

Die türkischen Grenzschützer sind angewiesen, lediglich syrische Staatsbürger nach Kobani zu lassen. Kurden mit einem türkischen Pass dürfen nicht zurück.

“Das ist eine Frage der Ehre. Können wir zurückkehren an unsere Arbeitsplätze, in unsere Wohnungen?”, so einer der Männer. Er könne nicht einfach dasitzen und dem Krieg zusehen. Das entspräche nicht der Tradition, so der Kurde. Ein anderer sieht in seiner Rückkehr eine Frage der nationalen Identität: “Ich kehre zurück in mein Land, in meine Stadt. Zu meinem Volk. Denn sie alle sind meine Brüder, meine Väter, meine Mütter. Das ist meine Nation. Ich bin Sohn dieser Nation.”

Auch Frauen wollen zurück in die Heimat. Viele von ihnen wollen nicht unter den harten Bedingungen eines Flüchtlingscamps leben. Andere wollen ihre Männer unterstützen oder alte Verwandte pflegen, die sie bei ihrer Flucht zurücklassen mussten.