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Comix Week in Kairo: Bilder zum Lachen und Nachdenken

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Comix Week in Kairo: Bilder zum Lachen und Nachdenken

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Für Comic-Fans in Kairo ist es das erste Mal. Einheimische Sprechblasenkünstler sowie Kollegen aus Frankreich und Deutschland präsentieren auf der Comix, der Internationalen Comicwoche, Bilder zum Lachen und Nachdenken. Das Comic-Genre erlebt in den arabischen Ländern und insbesondere in Ägypten eine Zeit des Aufschwungs. Mit viel Humor, aber auch Gespür für Zeitgeist und Anspielungen an das politische Tagesgeschehen.

Mouna Albaghdadi ist eine ägyptische Comic-Künstlerin. “Es gibt viele Künstler in Ägypten, die Comics zeichnen aber leider keine Möglichkeit haben, sie zu veröffentlichen. Hoffentlich wird das eines Tages möglich sein.”

Die Comicwoche kümmert sich um den künstlerischen Nachwuchs, bietet Workshops mit prominenten deutschen und französischen Comiczeichnern an und organisiert informelle Treffen mit Verlegern.

Jean-Pierre Mercier ist Comic-Experte und seit 1988 wissenschaftlicher Berater am Comic-Museum in Angoulême.

Jean-Pierre Mercier: “Die Tatsache, dass Comics informieren und den Standpunkt des Künstlers zur aktuellen Situation darstellen können, finde ich sehr interessant. Ich persönlich bin sehr überrascht und beeindruckt von der Reife der jungen Künstler.”

Der Comic-Experte erklärt neue Trends und originelle Ideen. Zum Beispiel Comics mit Tiefenschärfe, für die man eine 3D-Brille braucht.

Die internationale Comicwoche findet in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, dem Institut Français und Sefsafa Culture statt und wird Mitteln des Deutsch-französischen Kulturfonds gefördert. Als Gastkünstler sind die Franzosen Marc-Antoine Mathieu und Jean Marc Troubet sowie Barbara Yelin und Isabel Kreitz aus Deutschland mit dabei.

Mohammed Shaikhibrahim, euronews:
“Jedes Land hat seine eigenen Geschichten und Erfahrungen. Die meisten der hier ausgestellten Bilder handeln vom Alltag der Menschen in Ägypten. Sie verwenden eine Kunstform, die den Betrachter anzieht und an der Geschichte teilhaben lässt.”