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Ägypten: Urteilsverkündung gegen Mubarak verschoben

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Ägypten: Urteilsverkündung gegen Mubarak verschoben

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Die für heute erwartete Urteilsverkündung in einem der Prozesse gegen Ägyptens ehemaligen Präsidenten Husni Mubarak ist von einem Kairoer Strafgericht verschoben worden. Als neuen Termin nannte das Gericht den 29. November. Mubarak wird vorgeworfen, für den Tod von Hunderten Demonstranten bei den Protesten im Jahr 2011 mitverantwortlich zu sein. Seine Anhänger wollen das nicht glauben: “Mubarak hat das Land 30 Jahre lang sicher regiert. Er hat für Ägypten gekämpft. Jemand der für Ägypten kämpft, tötet keine Ägypter.”

Während des Aufstandes gegen Mubarak Anfang 2011 waren mehr als 800 Menschen ums Leben gekommen. Dieser Vater verlor seinen Sohn: “Mubarak gab die Befehle, die die Schlächter ausgeführt haben. Sie haben unsere Söhne umgebracht. Der Prozess ist eine Farce. Wenn dies der Sohn eines Regierungsbeamten oder gar von Mubarak selbst wäre, glauben Sie, die wären zufrieden mit diesem Prozess?” Der 86 Jahre alte Mubarak hatte im Prozess jede Schuld an dem Tod von Demonstranten von sich gewiesen. Er habe niemals einen Tötungsbefehl gegeben.

Euronews-Korrespondent Mohammed Shaikhibrahim: “Mit der heutigen Entscheidung hat dieser wichtige Prozess noch immer kein Ende. Die Familien der Opfer sind enttäuscht über den Mangel an Entschiedenheit, den die Justiz in diesem seit drei Jahren andauernden Prozess an den Tag legt.”