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Türkische Kurden verlangen Hilfe für umzingelte syrische Grenzstadt

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Türkische Kurden verlangen Hilfe für umzingelte syrische Grenzstadt

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Die anhaltenden Kämpfe um die syrischen Grenzstadt Kobane haben zu erheblichen Spannungen auf der türkischen Seite der Grenze geführt. Kämpfer der Extremistengruppe Islamischer Staat umzingelten die Stadt, die von syrischen Rebellen und kurdischen Milizen verteidigt wird. Tausende von türkischen Kurden versuchen derweil über die Grenze zu gelangen, um den Kampf gegen die IS-Miliz zu unterstützen — gegen den Willen Ankaras.

“Wir können nicht beweisen, dass die türkische Regierung die Operation der IS-Kämpfer direkt unterstützt”, sagt Ertugrul Kürkcu, ein kurdischer Abgeordneter im türkischen Parlament, “aber die Politik und Diplomatie der Türkei ist darauf ausgerichtet, den Aufstand in Kobane zu isolieren.”

Ohne Hilfe aus der Türkei kann die Stadt den Angriffen nicht standhalten, glauben viele Kurden auf beiden Seiten der Grenze. Zu einer Intervention ist Ankara bisher nicht bereit.

Die Türkei will aber weiter Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen, so Ministerpräsident Ahmet Davutoglu, seien es Araber, Kurden, Jesiden, Christen, schiitische oder sunnitische Muslime.

Davutoglu sagte in den vergangenen Tagen seien 160.000 Menschen vor der Gewalt in Kobane in die Türkei geflohen. Insgesamt habe das Land 1.3 Millionen syrische Kriegsflüchtlinge aufgenommen.