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Missbrauch in Asylbewerberheimen: Behörden kündigen Konsequenzen an

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Missbrauch in Asylbewerberheimen: Behörden kündigen Konsequenzen an

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Nach den Misshandlungsvorwürfen gegen Sicherheitskräfte in Flüchtlingsheimen in Nordrhein-Westfalen haben die Behörden stärkere Kontrollen für das Wachpersonal angekündigt. In Zukunft sollten nur Sicherheitskräfte mit polizeilichem Führungszeugnis eingestellt werden, so die zuständige Bezirksregierung. In Burbach im Siegerland sollen vier Wachmänner mindestens einen Flüchtling misshandelt haben. Zwei Angeklagte waren vorbestraft. Inzwischen gebe es Hinweise darauf, dass in dem Heim weitere Asylbewerber verletzt wurden, so die Polizei.

Auch in einem Essener Heim wird wegen Übergriffen auf Flüchtlinge ermittelt. Beide Unterkünfte werden von dem privaten Unternehmen European Homecare betrieben. Die Verdächtigen arbeiteten für ein Subunternehmen, dem inzwischen gekündigt wurde. European Homecare habe unter Zeitdruck gestanden, so die Sprecherin: “Man ist manchmal gezwungen, Leute einzustellen, die man erst mal beobachten muss, von denen man vielelicht von Anfang an nicht zu 100 Prozent überzeugt ist. Das ist richtig, weil wir haben Burbach ja in vier Tagen hochziehen müssen.”

Berichten des WDR zufolge halte sich European Homecare vielerorts nicht an die Standards für Asylbewerberheime. Behörden und das Unternehmen verwiesen auf steigende Flüchtlingszahlen, die Kompromisse nötig machten.