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Schwacher Herbst auf dem deutschen Arbeitsmarkt

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Schwacher Herbst auf dem deutschen Arbeitsmarkt

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Mit dem Herbstaufschwung ist die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland um 94.000 auf 2,808 Millionen gesunken. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,2 Punkte auf 6,5 Prozent ab, so die Bundesagentur für Arbeit.

Mit Ende der Schulferien und Beginn des Ausbildungsjahres sinkt die September-Arbeitslosigkeit in Deutschland normalerweise kräftig. In diesem Jahr fällt der Rückgang schwächer aus in den vergangenen Jahren und als von Volkswirten deutscher Großbanken erwartet.
Ohne den Saisoneffekt der Herbstbelebung wäre sie sogar gestiegen.

Anderseits haben die Arbeitsagenturen bundesweit 518.000 offene Stellen zu vergeben, 46 000.mehr als vor einem Jahr.

Neue Mitarbeiter sind derzeit besonders gesucht in den Bereichen Metall, Verkehr und Logistik, Mechatronik, Energie und Elektro, Verkauf, Maschinen- und Fahrzeugtechnik. Auch im Gesundheitswesen, in Hotellerie und Gastronomie wird Personal gebraucht.

Die Arbeitslosigkeit in den Euro-Ländern bleibt dagegen unverändert hoch. Im August lag die Quote den dritten Monat in Folge bei 11,5 Prozent, so die EU-Statistikbehörde Eurostat. 18,3 Millionen Menschen waren ohne Job, das
waren 137.000 weniger als im Vormonat. In den 28 EU-Ländern lag die Quote bei 10,1 Prozent –
ein Rückgang von 0,1 Prozentpunkten.

EU-Kommissar Laszlo Andor nannte das Niveau der
Arbeitslosigkeit weiter “inakzeptabel hoch”.

Am schlechtesten ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor in Griechenland (27 Prozent nach Zahlen vom Juni) und Spanien (24,4 Prozent). Am besten schneiden Österreich (4,7 Prozent) und Deutschland (nach Zahlen europäischer Statistiker 4,9 Prozent) ab.

Im August waren in den Euro-Ländern 3,3 Millionen Menschen unter 25 Jahren ohne Stelle, 23,3 Prozent. Vor allem in Spanien und Griechenland war etwa jeder zweite erwerbsfähige Jugendliche (Schüler und Studenten nicht gerechnet) ohne Arbeit.

su mit dpa