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Karadzic wirft Anklage Täuschung vor und fordert Freispruch

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Karadzic wirft Anklage Täuschung vor und fordert Freispruch

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Der ehemalige bosnisch-serbische Präsident Radovan Karadzic hat in seinem Schlussplädoyer vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag alle Vorwürfe zurückgewiesen. Er fordert seinen Freispruch.

Dem 69-Jährigen wird zur Last gelegt, während des Bosnien-Krieges Mitte der neunziger Jahre für Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich zu sein. Die Anklage hatte in ihrem Plädoyer zu Wochenbeginn geäußert, Karadzic sei aus ihrer Sicht die “treibende Kraft” hinter “ethnischen Säuberungen”, darunter das Massaker von Srebrenica, bei dem 8000 Menschen von serbischen Kampfgruppen ermordet wurden. Die Vereinten Nationen stufen das Massaker als Völkermord ein.

Karadzic warf der Anklage vor, das Gericht täuschen zu wollen. Ein Urteil wird im kommenden Jahr erwartet. Die Anklage fordert lebenslange Haft.